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Rechner

Budgetrechner: Wie viel Haus kann ich mir leisten?

Rückwärts gerechnet aus der Haushaltsrechnung statt aus einer Faustformel — mit Lebenshaltungspauschalen, 40-Prozent-Deckel und den Nebenkosten deines Bundeslandes.

Die echten Kosten

Was Wohnen im Eigentum wirklich monatlich kostet

Die meisten vergleichen ihre künftige Rate mit der heutigen Miete. Das ist der teuerste Rechenfehler beim Immobilienkauf — denn ein Haus kostet neben der Rate noch einmal mehrere hundert Euro im Monat.

Beide Seiten der RechnungFair bleibt der Vergleich nur, wenn man beides sieht: Die Vollkosten sind höher als die Miete, aber der Tilgungsanteil der Rate ist Vermögensaufbau und kein verlorenes Geld. Deshalb weist der Rechner beide Zahlen aus — die Belastung und den echten Aufwand. Darunter der Stresstest, den kein Zinsvergleich stellt: Trägt die Rate auch dann, wenn ein Einkommen wegbricht?
Die Grundsatzfrage

Kaufen oder weiter mieten?

Der ehrliche Vergleich ist keiner der Monatskosten, sondern einer des Vermögens nach 10, 20 und 30 Jahren — mit einem Mieter, der konsequent anlegt.

Zuletzt geprüft am 9. August 2026Geprüft von , IHK-geprüfte Sachkunde Immobiliardarlehensvermittlung Lesezeit rund 6 Minuten

Wie viel Haus kann ich mir bei meinem Einkommen leisten?

Als tragbar gilt eine Rate von höchstens 35 bis 40 % des Haushaltsnettoeinkommens. Bei 4.500 € netto sind das rund 1.700 € Rate, was je nach Zins und Tilgung einem Darlehen von etwa 350.000 € entspricht. Dazu kommt das Eigenkapital, und davon gehen zuerst die Kaufnebenkosten ab — 9 bis 15 % des Kaufpreises, die keine Bank mitfinanziert. Der Rechner oben geht den Weg rückwärts: von deiner echten Haushaltsrechnung zum Kaufpreis, nicht von einer Faustformel.

Lebenshaltungspauschalen nach Haushaltsgröße, Stand 2026

Wie viel Haus kann ich mir wirklich leisten?

Die meisten Budgetrechner arbeiten mit einer Faustformel: Jahresnettoeinkommen mal einem Faktor. Das ist bequem und führt regelmäßig zu Zahlen, die eine Bank nie finanzieren würde. Dieser Rechner geht den Weg, den auch die Kreditentscheidung geht — über die Haushaltsrechnung.

Schritt 1: Was bleibt monatlich übrig?

Banken setzen Pauschalen für die Lebenshaltung an. Üblich sind rund 800 Euro für die erste erwachsene Person, 450 bis 500 Euro für jede weitere und 300 bis 400 Euro je Kind. Davon abgezogen werden bestehende Kreditraten. Die Miete entfällt, weil sie durch die Rate ersetzt wird.

Pauschalen, wie sie in der Bankpraxis üblich sind — einzelne Institute rechnen abweichend
HaushaltAngesetzte LebenshaltungBei 4.200 € netto bleibt
1 Erwachsener800 €3.400 €
2 Erwachsene1.280 €2.920 €
2 Erwachsene, 1 Kind1.630 €2.570 €
2 Erwachsene, 2 Kinder1.980 €2.220 €
2 Erwachsene, 3 Kinder2.330 €1.870 €

Schritt 2: Die Deckelung bei 40 Prozent

Zusätzlich zur Haushaltsrechnung deckeln die meisten Institute die Rate bei etwa 40 Prozent des Nettoeinkommens. Es gilt der jeweils niedrigere Wert. Bei 4.200 Euro netto und zwei Kindern führt die Haushaltsrechnung zu 2.220 Euro, die Quotenregel zu 1.680 Euro — maßgeblich sind 1.680 Euro.

Warum Förderung hier den Unterschied machtDie Quotengrenze ist der Grund, warum kinderreiche Haushalte mit gutem Einkommen häufig weniger finanziert bekommen als erwartet. Sie ist gleichzeitig der Grund, warum KfW-Förderkredite hier so stark wirken: Ein Anteil der Finanzierung zu 0,01 Prozent statt zu 3,9 Prozent senkt die Gesamtrate spürbar und schiebt die Grenze nach oben.

Schritt 3: Rückwärts zum Kaufpreis

Aus der tragbaren Rate ergibt sich die Darlehenssumme, aus Darlehenssumme plus Eigenkapital minus Nebenkosten der Kaufpreis. Der Rechner iteriert das, weil der Zinssatz vom Beleihungsauslauf abhängt und der Beleihungsauslauf wiederum vom Kaufpreis — eine einfache Division reicht dafür nicht.

Was der Rechner bewusst nicht einrechnet

  • Instandhaltungsrücklage: ein bis zwei Euro je Quadratmeter und Monat. Bei einer Eigentumswohnung kommt das Hausgeld hinzu, das den nicht umlagefähigen Teil enthält.
  • Höhere Nebenkosten als in der Mietwohnung: Grundsteuer, Gebäudeversicherung, Schornsteinfeger, Wartung.
  • Umzugs- und Einrichtungskosten: realistisch fünfstellig.
  • Der Notgroschen: drei bis sechs Monatsausgaben sollten liquide bleiben und gehören nicht ins Eigenkapital.

Häufige Fragen

Warum weicht das Ergebnis von anderen Budgetrechnern ab?

Weil viele Rechner mit einem festen Vielfachen des Jahreseinkommens arbeiten und die Haushaltsgröße ignorieren. Ein kinderloses Paar und eine fünfköpfige Familie mit demselben Nettoeinkommen bekommen dort dieselbe Zahl — in der Bankprüfung nicht.

Zählt Kindergeld als Einkommen?

Uneinheitlich. Manche Institute rechnen es anteilig an, andere gar nicht, weil es mit dem Ende der Kindesunterhaltspflicht wegfällt. Wir rechnen es bewusst nicht mit, damit das Ergebnis auf der sicheren Seite liegt.

Ich bin selbstständig — passt der Rechner für mich?

Die Rate stimmt, die Einkommensbasis nicht ohne Weiteres. Banken setzen bei Selbstständigen den durchschnittlichen steuerlichen Gewinn der letzten zwei bis drei Jahre an, nicht die Privatentnahmen. Wie sich das auswirkt, steht unter Baufinanzierung für Selbstständige.

MH
Max Hasenohr
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