Wie hoch ist die Grunderwerbsteuer in Niedersachsen?
In Niedersachsen beträgt die Grunderwerbsteuer 5,0 % des Kaufpreises, gültig seit 1. Januar 2014. Bei einem Kaufpreis von 400.000 € sind das 20.000 €. Die Steuer wird wenige Wochen nach dem Notartermin fällig und muss aus Eigenkapital bezahlt werden — Banken finanzieren Kaufnebenkosten in der Regel nicht mit. Für Wohneigentum fördert das Land über die NBank.
Geprüft am 10. August 2026 · Quellen am Seitenende
Zwei Zahlenwerke entscheiden in Niedersachsen über die echten Kaufkosten: die Grunderwerbsteuer von 5,0 % und die Programme der Landesförderung über die NBank. Beide stehen hier mit konkreten Beträgen, Stand 10. August 2026.
Grunderwerbsteuer in Niedersachsen: 5,0 %
Der Satz gilt seit 1. Januar 2014. Bei einem Kaufpreis von 400.000 € sind das 20.000 € — fällig wenige Wochen nach dem Notartermin, und von keiner Bank finanzierbar: Die Steuer gehört zu den Nebenkosten, die aus Eigenkapital bezahlt werden.
| Kaufpreis | Grunderwerbsteuer (5,0 %) | Notar & Grundbuch (2,0 %) | Nebenkosten ohne Makler |
|---|---|---|---|
| 300.000 € | 15.000 € | 6.000 € | 21.000 € |
| 400.000 € | 20.000 € | 8.000 € | 28.000 € |
| 500.000 € | 25.000 € | 10.000 € | 35.000 € |
Mit 5,0 % liegt Niedersachsen im Ländervergleich in das günstige Feld (Spanne: 3,5 % in Bayern bis 6,5 %). Gegenüber Bayern zahlst du bei 400.000 € Kaufpreis 6.000 € mehr — Geld, das direkt dein Eigenkapital mindert. Alle Sätze im Vergleich zeigt der Kaufnebenkosten-Rechner.
Wohneigentums-Förderung in Niedersachsen
Zuständig ist die NBank (Investitions- und Förderbank Niedersachsen).
| Programm | Für wen | Was konkret | Stand |
|---|---|---|---|
| Eigentumsförderung (selbst genutztes Wohneigentum) | Drei Einkommensgruppen nach § 3 NWoFG: A = Grundgrenze, B = A +40 %, C = A +60 % (Gruppe C nur in bestimmten Gebieten) | Zinsloses Darlehen: Gruppe A bis 180.000 €, Gruppen B/C bis 140.000 €; je Kind +10.000 € (A) bzw. +7.500 € (B/C) Darlehen plus 10.000 € Zuschuss je Kind; 0 % Zins in den Jahren 1–20, Tilgung 2 %, Verwaltungskosten 0,5 % p. a.; Eigenleistung mind. 10 % (7,5 % ab zwei Kindern) | 07/2026 |
| Modernisierung selbstgenutzten Wohneigentums | Selbstnutzer, gleiche Einkommensgruppen | Klimagerecht: Darlehen bis 60 % der Kosten, max. 60.000 €, zinslos Jahre 1–20, Zuschüsse 10–30 % je nach Effizienzsprung; Barrierereduzierung: bis 70.000 €, zinslos Jahre 1–15 | 07/2026 |
Antragsweg und Einordnung
Der Antrag läuft über die örtliche Wohnraumförderstelle (Landkreis, Stadt oder Gemeinde), die Abwicklung übernimmt die NBank. Die Einkommensermittlung lässt sich vorab online bei der NBank prüfen.
Eigentums- und Modernisierungsförderung sind für unterschiedliche Kosten kumulierbar. Zwanzig zinsfreie Jahre auf bis zu 180.000 € sind bei 4 % Marktzins grob 100.000 € Zinsersparnis — die 5,0 % Grunderwerbsteuer (20.000 € bei 400.000 € Kaufpreis) ist dagegen fast eine Fußnote.
Häufige Fragen
Wie hoch ist die Grunderwerbsteuer in Niedersachsen 2026?
5,0 % des Kaufpreises, gültig seit 1. Januar 2014. Bei 400.000 € Kaufpreis sind das 20.000 €. Hinzu kommen rund 2,0 % für Notar und Grundbuch sowie gegebenenfalls die Maklerprovision.
Lässt sich die Grunderwerbsteuer senken?
Legal und praxisrelevant: bewegliches Zubehör (Einbauküche, Sauna, Markisen) im Kaufvertrag separat ausweisen — darauf fällt keine Grunderwerbsteuer an. Bei 15.000 € Zubehörwert sparst du in Niedersachsen 750 €. Die Beträge müssen realistisch und belegbar sein; unser Lotse weist im Ergebnis automatisch darauf hin, wenn es sich in deinem Fall lohnt.
Was heißt Einkommensgruppe A, B, C konkret?
Gruppe A hält die Grundgrenze nach dem Niedersächsischen Wohnraumfördergesetz ein, Gruppe B darf sie um 40 % überschreiten, Gruppe C um 60 % — Letzteres aber nur in ausgewiesenen Gebieten mit angespanntem Markt. Höhere Gruppe heißt kleineres Maximaldarlehen (140.000 € statt 180.000 €). Die exakten Euro-Grenzen hängen von Haushaltsgröße und Kindern ab — der Einkommensrechner der NBank gibt in fünf Minuten die Antwort.
Quellen
Alle Angaben recherchiert am 10. August 2026 aus offiziellen Quellen. Förderkonditionen ändern sich laufend — vor einer Entscheidung beim Förderinstitut verifizieren.